Warum du deine (finanzielle) Freiheit in der Ehe vergessen kannst

Ehe, Finanzen und Freiheit

Eine Warnung vorab: Dieser Beitrag ist aus Sicht eines Mannes mit Scheidungserfahrung geschrieben. Bei einem bestimmten Typ weiblicher Leser können die hier präsentierten Wahrheiten zu Schnappatmung und unkontrollierbaren Tobsuchtsanfällen führen. Nicht betroffene Damen dürfen gerne die Vorzeichen vertauschen und männliche durch weibliche Bezeichnungen ersetzen.

Los geht’s…

Das Leben ist schön, oder? Du hast erfolgreich dein Studium abgeschlossen, arbeitest bereits seit einiger Zeit in einem gut bezahlten Job und führst ein sorgenfreies Leben. Deine Ausgaben hast du im Griff, deine Altersvorsorge ist geregelt und mit deiner Freundin bist du auch schon mehrere Jahre zusammen. Vielleicht arbeitet ihr sogar bereits am ersten Kind.

Du bist ein Glückspilz. Nicht wahr? Der Neid deiner Freunde ist dir gewiss. Wird es nicht langsam Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und deine Liebste vor den Traualtar zu führen? Finanziell hätte das enorme Vorteile. Und außerdem würde es das Glück perfekt machen (sagt sie). Richtig?

Gut, dann schauen wir doch mal, worauf du dich überhaupt einlassen willst.

Unwichtig? Ihr heiratet aus Liebe. Alles andere ist nebensächlich?

Nein, mein Lieber. Eine Ehe ist eine Wette auf die Zukunft und muss vom Ende her gedacht werden. Und das ist völlig offen. Und weil Zahlen nicht lügen, hier ein Blick auf die Scheidungsstatistik:

Scheidungsrate

Quelle: Wikipedia

Fakt ist: Über 40 % aller Ehen in Deutschland werden geschieden. Fast jede zweite Ehe scheitert also früher oder später.

Das passiert euch schon nicht? Ihr liebt euch. Nichts auf der Welt kann euch trennen? Nun ja, das haben 40 Prozent der Heiratswilligen damals auch gedacht…

Die Ehe ist ein knallharter Vertrag

Vielleicht stimmt dich ja Folgendes nachdenklich: Sobald der Standesbeamte vor dir steht, du seinen bedächtigen Worten lauschst und schließlich deinen Willi unter dieses unscheinbar aussehende Stück Papier setzt, hast du völlig unverhofft und ungefragt einen weiteren Partner mit im Boot. Wer das sein soll? Der Staat!

Auch wenn es nicht so aussieht: Die Ehe ist ein knallharter Vertrag, bei dem nicht du die Spielregeln vorgibst, sondern der Gesetzgeber. Davon steht natürlich nichts im Kleingedruckten. Du wirst es aber spätestens dann merken, wenn ihr irgendwann mit Anwälten vor einem schlecht gelaunten Richter sitzt, anstatt – wie hier – vor einem bedächtig säuselnden (Standes)Beamten.

Willst du das wirklich?

Mal anders betrachtet: Würdest du jemals freiwillig einen Vertrag unterschreiben, der schwammig formuliert ist, dessen Bedingungen du nicht genau kennst und der nur durch einen Richter aufgelöst (nicht beendet!) werden kann?

Würdest du freiwillig in ein Finanzprodukt investieren, das kaum Rendite abwirft, aber mit über vierzigprozentiger Wahrscheinlichkeit zu einem Verlust bis hin zum Totalausfall führt bzw. bei dem du möglicherweise über Jahre hinaus sogar noch Geld zuschießen musst?

Nein? Warum um alles in der Welt willst du hier eine Ausnahme zu machen?

Die gesetzlichen Regelungen

ParagraphEin Blick ins Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen (FamFG) bringt Ernüchterung. Jede Menge unscheinbar aussehender Paragraphen bestimmen ab sofort dein Leben. Verpflichtungen werden dir auferlegt, Regeln vorgegeben und deine Freiheit eingeschränkt.

Das Fatale daran: Solange die Ehe gut läuft, merkst du davon fast nichts. Geht sie allerdings schief, hast du die Arschkarte gezogen. Selbst viele Verheiratete haben keine Ahnung davon, welches Damoklesschwert ständig über ihnen schwebt.

Schauen wir uns einige der wichtigsten Gesetze mal an:

Zugewinngemeinschaft (§ 1363 BGB ff.)

ZugewinnDu lebst ab sofort im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Vermögen, welches ihr (bzw. du) während der Ehe erwirtschaftet wird dadurch zwar nicht automatisch zum gemeinsamen Vermögen (auch wenn das in der Praxis oft anders gehandhabt wird), allerdings findet am Ende der Zugewinngemeinschaft ein Ausgleich statt. Spätestens bei einer Scheidung wird es also auch rechtlich gesehen zum gemeinsamen Vermögen. Davon bekommt dann jeder die Hälfte. Glückwunsch, wenn du im Gegensatz zu deiner Frau auf viele Dinge verzichtet und immer fleißig gespart hast…

Zum Vermögen zählen übrigens auch Wertpapiere und gemeinsame Immobilien. Besonders spannend wird es, wenn einer von euch beiden nach der Trennung weiterhin im gemeinsamen Haus (beide im Grundbuch und in den Kreditverträgen) wohnen bleibt und ihr euch nicht über den Verkehrswert einigen könnt. Da werden Verzögerungstaktiken gefahren, teure Gutachter kommen ins Spiel und Anwälte reiben sich angesichts des hohen Streitwerts die Hände. Auch hier: Herzlichen Glückwunsch!

Unterhalt (u.a. § 1360 BGB)

UnterhaltEhegatten sind einander zu Unterhalt verpflichtet. Sollte deiner Göttergattin nach der Hochzeit einfallen, dass Geld verdienen eigentlich viel zu anstrengend ist oder nach dem ersten Kind beschließen Hausfrau zu werden, hast du ein Problem. Denn du schuldest ihr selbst dann Unterhalt, wenn du mit ihrer Entscheidung nicht einverstanden bist. Das gilt während der Ehe und im Rahmen der nachehelichen Solidarität auch darüber hinaus.

Zwar gibt es nach einer Scheidung (nicht Trennung!) den Grundsatz der Eigenverantwortung (§1569 BGB) – nur wird dieser in der Praxis durch weitere Paragraphen und schwammige Gesetzesformulierungen eingeschränkt und größtenteils ausgehebelt. Muss ein Richter über den nachehelichen Unterhalt entscheiden, liegt es in seinem Ermessen inwieweit er die Höhe und Dauer herabsetzt und/oder zeitlich begrenzt.

So viel zu deiner zukünftigen finanziellen Planungssicherheit. Von zusätzlichem Kindesunterhalt will ich gar nicht erst anfangen. Da reicht ein Blick in die Düsseldorfer Tabelle.

Versorgungsausgleich (§ 1587 BGB und VersAusglG)

VersorgungsausgleichDer Versorgungsausgleich wird im Falle einer Scheidung vom Gericht von Amts wegen durchgeführt. Es kann also nicht darauf verzichtet werden. Lediglich bei sehr kurzen und kinderlosen Ehen gibt es Ausnahmen.

Worum geht’s?

Sämtliche Rentenpunkte, die du im Laufe der Ehe angesammelt hast, werden mit den Rentenpunkten deiner Verflossenen summiert und durch zwei geteilt. Je nach Ehedauer und insbesondere bei Alleinverdiener-Ehen oder großen Gehaltsunterschieden wandern dabei riesige Summen von einem Rentenkonto auf das andere.

Als Faustformel gilt: Was du während der Ehe durch steuerliche Zusammenveranlagung einsparst, wird dir am Ende in Form von zukünftiger Rente wieder weggenommen.

Gerecht? Eigentlich schon. Dumm nur, wenn die gesparten Steuern während der Ehe verkonsumiert wurden. Und falls nicht, geht trotzdem die Hälfte an deine Frau (siehe Vermögensausgleich). Ach ja, übrigens fallen auch betriebliche oder private Verträge zur Alterssicherung, wie Riesterrenten oder Lebensversicherungen mit ausgeübtem Kapitalwahlrecht, in den Versorgungsausgleich. Herrliche Aussichten, nicht wahr?

Sorgerecht (§ 1626 BGB ff.)

SorgerechtDer Vollständigkeit halber sei auch dieses Thema hier erwähnt. Verheiratete Eltern erhalten automatisch das gemeinsame Sorgerecht. Die gemeinsame Sorge bleibt nach der Scheidung grundsätzlich bestehen. Gibt es Unstimmigkeiten über den zukünftigen Lebensmittelpunkt der Kinder, kann auf Antrag beim Familiengericht darüber entschieden werden. Meist wird dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht, als Teilbereich des gemeinsamen Sorgerechts, auf einen Elternteil übertragen.

Der Kampf um die Kinder ist immer wieder Gegenstand schlimmster Streitigkeiten von denen du nur hoffen kannst, dass sie dir erspart bleiben.

Scheidung und Kosten

Ein kurzer Blick auf die eigentliche Scheidung. Diese kann nach Ablauf des Trennungsjahres beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Werden keine zusätzlichen Anträge gestellt, wird lediglich über den Versorgungsausgleich entschieden. Aber selbst dann ist oft mit Gerichts- und Anwaltskosten von mehreren Tausend Euro zu rechnen – wobei sich die genaue Höhe an euren Einkommen bemisst. Stellt einer der Beteiligten zusätzliche Anträge, richten sich die Kosten nach den jeweiligen Streitwerten. Allgemein schlagen die Anwaltskosten bei einer Scheidung überproportional zu, so dass bei Rosenkriegen teilweise ganze Vermögen vernichtet werden. Legt es deine Frau darauf an, hast du keine Chance dem zu entgehen.

Was kannst du also tun, um nicht so zu enden wie der Hahn:
Ehe

Tipps für Heiratswillige und Verheiratete

  • Ich versuch’s nochmal: Niemand muss in Deutschland heiraten. Es ist ganz allein deine freie Entscheidung. Geht es euch allein um die emotionale Komponente, dann buche einen Urlaub und heirate deine Liebste irgendwo auf einer schönen Südseeinsel – ohne rechtliche Wirkung. Entgleiten ihr bei diesem Vorschlag bereits die Gesichtszüge, nimm die Beine in die Hand und lauf…
  • Informiere dich vor der Hochzeit darüber, was im Scheidungsfall auf dich zukommen könnte. Den Anfang hast du hier gemacht. Lies dir trotzdem ruhig mal ein paar Geschichten von Betroffenen durch und wirf einen Blick in die Trennungs-FAQ.
  • Heirate unter keinen Umständen eine Frau, die schon vor der Ehe nicht dazu in der Lage ist, für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen. Im Scheidungsfall wirst du ihr Leben mit deinen Unterhaltszahlungen finanzieren.
  • Heirate nicht aus finanziellen Gründen. Steuervorteile, erhöhte Freibeträge und die kostenlose Familienversicherung dürfen niemals Haupttreiber für eine Eheschließung sein. Wenn du auch nur den geringsten Zweifel hast, lass es einfach sein.
  • Die gesetzlich vorgegebenen Konditionen können durch einen Ehevertrag angepasst werden. Das ist zwar unromantisch, aber im Scheidungsfall brauchst du ein Sicherheitsnetz, um nicht wie der Hahn oben zu enden. Sei nicht naiv.
    Besprecht die Themen gemeinsam und lasst euch vor der Hochzeit getrennt anwaltlich beraten. Herauskommen sollte ein ausgewogener Ehevertrag, der später nicht ohne weiteres von einem Richter wegen Einseitigkeit kassiert werden kann. Eine spätere Anpassung bei veränderter Lebenssituation ist jederzeit möglich.
  • Ein Ehevertrag, den ihr nur unter euch macht, entfaltet keine rechtliche Wirkung. Dazu muss dieser zwingend notariell beurkundet werden. Hier darfst du nicht blauäugig oder nachgiebig sein. Vertrauen, das vor und während der Ehe vorhanden war, ist nach einer Trennung nicht mehr existent. Vorsätze aus guten Zeiten sind schnell vergessen, wenn deine Frau von Einflüsterinnen (scheidungserfahrene Freundinnen) oder Anwälten erfährt, was ihr alles zusteht.
  • Dokumentiere dein Vermögen zu Beginn der Ehe. Das Anfangsvermögen wird im Scheidungsfall bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs berücksichtigt.
  • Reduziere gegenseitige Abhängigkeiten auch nach der Hochzeit auf ein Minimum. Je komplizierter eure wirtschaftlichen Verflechtungen sind, desto schwieriger und teurer wird es, diese im Scheidungsfall wieder aufzulösen. Du wirst dabei auf Gedeih und Verderb auf die Mithilfe deiner Frau angewiesen sein, die vielleicht nicht sonderlich gut auf dich zu sprechen ist.
  • Überlasse niemals deiner Frau allein die Kontrolle über eure Finanzen. Behalte stets einen Überblick über das Vermögen, über laufenden Kosten und über Geldabflüsse.
  • Nutze für den Gehaltseingang und persönliche Ausgaben (Hobbys, Shopping, etc.) ein eigenes Girokonto, auf das nur du Zugriff hast. Im Trennungsfall werden gemeinsame Konten gerne vom ehemaligen Partner leergeräumt. Richte gegebenenfalls ein zusätzliches Haushaltskonto ein.
  • Animiere deine Frau zum Sparen und zum Aufbau einer eigenen Altersvorsorge.
  • Fertige Kopien deiner wichtigsten Unterlagen an und deponiere sie an einem sicheren Ort außerhalb eurer Wohnung. Du wärst nicht der Erste, der im Trennungsfall nicht mehr an seine Unterlagen kommt.
  • Lebe dein Leben auch nach der Hochzeit genauso so weiter wie zuvor. Gerate nicht in den Prozess der sogenannten Betaisierung. Frauen sind wahre Meisterinnen darin, dich ungewollt zum Pantoffelhelden zu machen.

    Lies dieses Buch (nicht für weibliche Leser geeignet). Lies es! Selbst wenn du noch keine Heiratspläne hast oder deine Ehe bereits kriselt wird es dir dabei helfen, deine Partnerschaft zu erhalten und auf Augenhöhe weiterzuführen.
  • Verhindere das schleichende Abrutschen in die klassische Rollenverteilung (du Familienernährer, sie Hausfrau). Solltet ihr Nachwuchs bekommen, nimm Elternzeit. Ein temporärer Geldverlust macht sich wieder bezahlt, wenn deine Frau beruflich früher einsteigen kann.

Fazit

Überlege dir wirklich dreimal, ob du tatsächlich einen Teil deiner (finanziellen) Freiheit und Planungssicherheit aufgeben willst und dein zukünftiges Leben von Entscheidungen einer anderen Person abhängig machen möchtest. Vertraue nicht auf die gesetzlichen Regelungen und informiere dich vor deiner Entscheidung ausführlich über Risiken, die eine gescheiterte Ehe mit sich bringen kann. Minimiere diese durch entsprechende Maßnahmen und einen Ehevertrag.

Ansonsten, Good Luck du Glückspilz! Schreib mir ‘ne Mail, wenn’s knallt… 😉



11 Kommentare zu "Warum du deine (finanzielle) Freiheit in der Ehe vergessen kannst"

  1. Glückwunsch zu diesem Hammer-Artikel! Weil meine besten Freunde alle die übelsten Scheidungsopfer sind und ich selber Scheidungskind bin kenne ich fast alle im Beitrag erwähnten Komponenten aus nächster Nähe. Hinzukommt meine persönliche Erfahrung, dass beim Kindesunterhalt ein einfacher Blick in die Düsseldorfer Tabelle eben NICHT! reicht. Ganze Heerscharen von Anwälten und Gerichte können sich monatelang darüber streiten wie diese verfluchte Tabelle im Einzelfall anzuwenden ist! Das hat mir schon gereicht (Hinweis: ich habe immer alles gezahlt, durfte meine Tochter trotzdem zeitweise nicht sehen und der Mutter konnte es nie genug an Unterhalt sein!). Wenn ich zu dem Theater zusätzlich noch verheiratet gewesen wäre und die daraus resultierenden Streitereien noch on Top gekommen wären, wäre ich ganz sicher Amok gelaufen!
    Ich kann nur jedem verliebten Gockel raten diesen Beitrag auswendig zu lernen und die Inhalte zu berücksichtigen.

    Danke für diesen Artikel. Ich hoffe er wird weit verbreitet!
    Gruß
    Vincent

    • Danke Vincent! Mit dem Kindesunterhalt hast du natürlich vollkommen Recht. Ich wollte es nicht zu komplex machen. Wen das Thema interessiert, kann ja spaßeshalber mal in die unterhaltsrechtlichen Leitlinien seines zuständigen Oberlandesgerichts gucken sowie sich die zahlreichen höchstrichterlichen Entscheidungen des BGH durchlesen.

      Danke und Gruß
      Götz

  2. Sehr Guter Beitrag. Die wichtigste Information fehlt in dem Beitrag. Das Wort Ehe ist doch nur ein Akronym für „Errate humanum est“, zu deutsch „Irren ist menschlich“. Das wird sehr gut durch die Scheidungsrate wieder gespiegelt. 🙂

  3. Wahre Worte ich hoffe der ein oder andere berücksichtigt diese und stolpert nicht blind in den Liebesvertrag. Somit rettest du mit Sicherheit ein paar Leuten das (finanzielle) Leben. Wirklich sehr gut und informativ aufbereitet! Auch Ich finde die Eheschließung nicht mehr Zeitgemäß und halte diese eher für ein Relikt vergangener Tage. Hab dich übrigens vom Finanzfaultier entdeckt. Viel Erfolg weiterhin 🙂

  4. Julia (Finanzblogleserin) | 16. Februar 2017 um 13:11 | Antworten

    Sehr interessanter Artikel, danke dafür, auch die ganze Recherchearbeit die da sicher dahinter steckt.
    Ich habe nicht vor, zu heiraten, dieser Artikel hat mich nochmal darin bestärkt.
    Man kann auch ohne Trauschein zusammen glücklich sein.

    • Sehe ich genau so. Viel Recherchearbeit hatte ich übrigens gar nicht, da ich längere Zeit im Familienrecht unterwegs war. Die Schwierigkeit bestand eher darin, das Ganze auf Papier zu bringen.

  5. Bin durch Vincent auf deinen Beitrag aufmerksam geworden. Verständliche Sichtweise. Ich bin seit ein paar Wochen schon an einer Artikelreihe über Vor- und Nachteile der Ehe dran. Ganz schon viel dahinter, hinter so einer Unterschrift. An sich will wohl jeder zu den übrigen 60% gehören. Meistens trennt man sich, weil der Partner eben nicht mehr zuverlässige, liebevolle Mensch ist, den man mal kennen gelernt hat. Aber bei einer Scheidung gibts stets 2 Sichtweisen. Manch eine Frau wird darüber schreiben, dass sie der Kinder und des Haushalts wegen ihren Job aufgegeben hat und keine Stelle mehr findet. Ohne Zustimmung des Mannes mit den Kindern nicht zu ihren Eltern ziehen darf und der Mann sich nun bei den Unterhaltszahlungen quer stellt.. Man kann ein paar Themen durch einen Ehevertrag vermeiden. Aber ein paar soziale Ausgleiche sind gerecht.

    • Ich gebe dir recht, dass es immer zwei Sichtweisen gibt. Das Leben als Alleinerziehende mit mehreren Kindern und einem unterhaltsprellenden
      Ex-Partner ist ganz sicher kein Zuckerschlecken. Den Grundstein dafür legen aber viele Frauen selbst, indem sie sich auf ihre Rolle als Hausfrau und Kinderbetreuerin zurückziehen oder sogar darin einrichten. Es ist an ihnen selbst, den Rechtsanspruch auf Betreuung der Kids zu nutzen und nach der Elternzeit wieder in den Job zurückzukehren. Auch der Partner kann in die Pflicht genommen werden. Warum sollte nicht auch der Mann einen Teil der Elternzeit übernehmen? Es gibt also Möglichkeiten. Und wenn sich eine Frau erst die Zustimmung ihres Mannes holen muss, ist sowieso irgendetwas gewaltig schief gelaufen in der Beziehung… Ich freu mich auf deine Artikelreihe zu dem Thema 🙂

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